05.02.2018 - Förderinitiative Modellregion für digitale Gesundheitswirtschaft Franken

Das Bayerische Staatsministerium für Wirtschaft und Medien, Energie und Technologie (im Folgenden StMWi) ruft im Rahmen der Förderinitiative Modellregion für digitale Gesundheitswirtschaft Franken dazu auf, Förderprojekte bis spätestens zum 05.02.2018, 12:00 Uhr  vorzuschlagen.

Ziel der Förderinitiative ist es, Unternehmen eine Spitzenposition im Innovationswettbewerb zu sichern, um Wachstum und Beschäftigung in Franken langfristig zu erhalten und auszubauen. Im Anwendungsgebiet der digitalen Gesundheitswirtschaft kommen Schlüsseltechnologien zum Einsatz, die Antworten auf die gesellschaftlichen Herausforderungen unserer Zeit bieten können. Der Einsatz von Schlüsseltechnologien stellt die Grundlage für eine wachstums- und technologieorientierte Wirtschaft in Franken dar.

Die Förderung soll Forschungs- und Entwicklungsarbeiten (FuE) auf dem Gebiet der digitalen Gesundheitswirtschaft anregen und die Umsetzung der Forschungsergebnisse in neue Produkte und Verfahren beschleunigen. Zielrichtung der FuE-Vorhaben ist es, die Kompetenz und Effizienz im Gesundheitswesen in Bayern und in Deutschland zu steigern. Die Maßnahme wird finanziert im Rahmen des „Nordbayern-Plans“ der bayerischen Staatsregierung.

Deswegen richtet sich die Ausschreibung an fränkische Verbunde, die über das Potential verfügen, das Erforschte auch in den Verkehr bringen zu können. Die Integration von Leistungserbringern (Krankenhäuser, Apotheken, Ärzte, etc.) in die Konsortien ist explizit gewünscht.

Es ist beabsichtigt, bis zu vier Verbundforschungsvorhaben über einen Zeitraum von bis zu 2 Jahren zu fördern. Projektbeginn ist frühestens ab 01.07.2018. Für die Förderung im Rahmen dieses Aufrufes stehen für alle Vorhaben gemeinsam Fördermittel i.H.v. bis zu 1,0 Mio. € zur Verfügung.

 

Förderverfahren

Das Förderverfahren ist zweistufig angelegt. In der ersten Stufe werden von der/dem Koordinator/in des jeweiligen Verbundes Projektskizzen in elektronischer und in ausgedruckter Form auf dem Postweg eingereicht (s.u.).

Im Anschluss werden die Projektskizzen von einem unabhängigen und zur Vertraulichkeit verpflichteten Gutachtergremium bewertet. Die Bewertung durch das Gutachtergremium wird bei einer Anhörung am 19./20. März 2018 aufgrund der Kurzpräsentationen zu den geplanten Vorhaben erfolgen. Kriterien für die Begutachtung sind die Innovationshöhe, das Kommerzialisierungspotential und der Beitrag zur Strategie und/oder Schwerpunktsetzung.  Auf der Grundlage der Bewertung werden dann die für eine Förderung geeigneten Projektideen ausgewählt. Die/der jeweilige Koordinator/in wird über den Ausgang des Begutachtungsverfahrens informiert mit der Bitte, diese Information an ihre/seine Verbundpartner weiterzuleiten. Im Falle einer Förderempfehlung findet eine Antragsberatung statt. Innerhalb von 6 Wochen nach dieser Beratung müssen in der zweiten Stufe dann alle Partner eines Verbundes jeweils einen formalen Förderantrag einreichen.

Projektskizzen müssen über die Webseite www.fips.bayern.de erstellt werden. Um eine Projektskizze einzureichen, wenden Sie sich bitte an den u.a. Projektträger unter der kostenfreien Telefonnummer 0800 0268724. Dort erhalten Sie die Zugangskennung zur Erstanmeldung.

Die Projektskizze ist von dem gewerblichen Partner, der auch der Konsortialführer des Vorhabens ist, zu erstellen. Dabei ist das Verbundvorhaben darzustellen, insbesondere auch die Gesamtkosten aller Partner gemeinsam.

Damit die Online-Version der Projektskizze Bestandskraft erlangt, muss diese zusätzlich fristgerecht zu o.g. Vorlagefrist in schriftlicher Form und rechtsverbindlich unterschrieben beim Projektträger eingereicht werden. Eine elek­tronische Signatur wird vom System leider nicht akzeptiert. Bitte drucken Sie das ELAN-Formular (über den Befehl „Skizze drucken“) aus und senden es uns zusammen mit der Projektbeschreibung (s.u.)  postalisch zu.

 

Projektträger:

Bayern Innovativ GmbH

Projektträger Bayern

Am Tullnaupark 8

90402 Nürnberg

  

Die formale Projektskizze in dem ELAN-Formular ist um eine Projektbeschreibung zu ergänzen, die sich an folgender Gliederung orientiert (Hinweis: nicht an der Gliederung der Projektskizze, die man im ELAN aus dem Download-Bereich herunterladen kann).

 

Die Gewichtung der Gliederungspunkte kann bedarfsgerecht angepasst werden, solange die Gesamtseitenzahl von 20 nicht überschritten wird.

Bei der Bearbeitung sind vor allem auch der Innovationscharakter und die Marktabschätzung herauszuarbeiten.

In den Fällen, in denen es in Frage kommt, ist in der Skizze darzustellen, inwieweit eine Kompatibilität mit der Telematikinfrastruktur des Bundes angestrebt und umgesetzt werden soll.

Ein Literaturverzeichnis kann als Anhang gegeben werden. Die Skizzen sind in deutscher Sprache zu verfassen.

 

I. Titel des Vorhabens und Kennwort, Skizzenkennzeichen

 

II. Namen und Anschriften der beteiligten Partner inkl. Telefonnummer und E-Mail-Adresse, Angabe der Projektkoordinierungsstelle

 

III. Ziele

  • Motivation und Gesamtziel des Vorhabens, Zusammenfassung des Projektvorschlags
  • Bezug des Vorhabens zu dieser Förderinitiative und dem entsprechenden Schwerpunkt
  • industrielle und gesellschaftliche Relevanz des Themas
  • wissenschaftliche und technische Arbeitsziele des Vorhabens, angestrebte Innovationen
  • Darstellung des Projektkonsortiums: Verteilung der Rollen, Abbildung der Wertschöpfungskette, Ort der Forschungstätigkeit

 

IV. Stand der Wissenschaft und Technik sowie eigene Vorarbeiten

  • Problembeschreibung und Ausgangssituation (Vergleich mit dem internationalen Stand der Technik, bestehende Schutzrechte (eigene und Dritter))
  • Neuheit und Attraktivität des Lösungsansatzes, Vorteile gegenüber konkurrierenden Lösungsansätzen
  • bisherige Arbeiten der Verbundpartner mit Bezug zu den Zielen des Verbundprojektes; Qualifikation der Verbundpartner

 

V. Arbeitsplan

  • Beschreibung des Arbeitsplanes und des Lösungsansatzes (inkl. Unterauftragnehmer), Vorteile gegenüber konkurrierenden Lösungsansätzen
  • Partnerspezifische Arbeits- und Zeitplanung (Balkendiagramm)
  • Meilensteine und Abbruchkriterien
  • Arbeitsteilung der Projektpartner (Darstellung der Teilaktivitäten); Vernetzung der Partner untereinander (Funktion im Verbund), ggf. Zusammenarbeit mit Dritten.

 

VI. Verwertungsplan

  • wissenschaftlich-technische und wirtschaftliche Erfolgsaussichten, Markt- und Arbeitsplatzpotenzial, Auswirkungen
  • wissenschaftlich-technische und wirtschaftliche Anschlussfähigkeit (Ergebnisverwertung durch die beteiligten Partner mit Zeithorizont)
  • ökologische Aspekte
  • Öffentlichkeitsarbeit und Unterstützung eventueller Begleitprojekte

 

VII. Finanzierungsplan

  • grobes finanzielles Mengengerüst mit tabellarischer Finanzierungsübersicht (Angabe von Kostenarten und Eigenmitteln/Drittmitteln)
  • Notwendigkeit der Zuwendung, Finanzierungsmöglichkeiten durch die Europäische Union

 

 

Hinweise zum Datenschutz:

Die im automatisierten Verfahren angegebenen Daten werden im zuständigen Ministerium gespeichert, verarbeitet und im Rahmen eines Projekt- und Programmcontrollings ausgewertet. Soweit andere Stellen mit der Skizzenbearbeitung und Projektverwaltung beauftragt sind, werden die Daten dort gespeichert und verarbeitet sowie an das zuständige Ministerium weitergeleitet. Eine Löschung der Daten erfolgt, sobald und soweit sie für die Zwecke, zu denen sie gespeichert wurden, nicht mehr benötigt werden.

 
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